GESCHICHTE

Mein Name ist Jeanne Koepp ich bin Keramikerin.Seit 1990 stelle ich Vasen aus Ton als Einzelstücke in meiner Werkstatt im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg her.

Durch meine afrikanischen Wurzeln, vielen Reisen nach Westafrika und meinem Leben in Berlin hat sich über die Jahre meine Formensprache entwickelt. 

Eine Mischung von diesen gegensätzlichen und zum Teil widersprüchlichen Kulturen prägt meine Ästhetik. Um meinen Vasen ihr elegantes, dennoch leicht verspieltes Aussehen zu geben, lote ich das Verhältnis von Standfläche, Grundkörper, Vasenschulter und Hals immer neu aus und versuche dabei bis an die Grenze des Möglichen zu gehen.

MATERIALARBEIT

Seit 20 Jahren sind Ton und Glas mein tägliches Arbeitsmaterial. Glasuren bestehen wie Glas aus Mineralmehlen: Quarzsand, Soda, Feldspat, Kalk, Pottasche - und schützen Gefässe wie eine Haut vor Wasser und mechanischen Einflüssen. Diese Glasschicht an der Oberfläche eines Gefäßes dient natürlich auch der Oberflächenveredelung.

PPROJEKT

Ich möchte aus der ursprünglichen Schutzschicht -Glas- ein für sich stehendes Objekt mit der mir eigenen Formensprache entstehen lassen.

HERAUSFORDERUNG

Wie setze ich meine Formensprache mit diesem Werkstoff um?

Was hat dieser Werkstoff für Besonderheiten? 

Wie kann ich die Grenzen von Form und Funktion in meiner Formensprache ausreizen?

UMSETZUNG

Die Suche nach einem Ort für die Umsetzung dieses Projektes führte mich nach Murano, einer kleinen Insel bei Venedig, auf der seit 1000 Jahren Glas geblasen wird. Das Glas von Murano ist für seine Farbenpracht und Schönheit weltbekannt.

Die Herstellung des traditionell von mundgeblasenen  Glases ist sehr aufwendig und daher teuer, um ein einziges Stück zu blasen werden viele Hände gebraucht. Der Prozess des Blasens kann nicht rückgängig gemacht werden, Entscheidungen müssen schnell getroffen werden.

Daher waren im Vorfeld viele Reisen nach Murano nötig, bei diesen Treffen mit dem Glasbläsermeister wurden meine Zeichnungen und Entwürfe besprochen und auf ihre Umsetzbarkeit geprüft.

KOLLEKTION

Für die Kollektion Bellezza entschied ich mich für eine alte Gestaltungstechnik in der 

Glasblaskunst: -Bulicante-, bei dieser Technik werden Luftblasen mittels eines Metallstabes in den Glasrohling eingebracht, welche anschliessend wieder mit Klarglas überzogen werden. Diese Luftblasen verleihen den Vasen eine optische Leichtigkeit.Die optische Erscheinung weicht erheblich von der physischen Realität ab. Eine Vase von 50cm wiegt zwischen 4 und 5kg.

Die erste Kollektion soll 15 Vasen umfassen, diese Vasen  sind 47-53 cm hoch, aus grünem Glas, nummeriert und signiert und besitzen ein Zertifikat.