Das Fremde I.

Der Himmel ist blau, das Meer auch, es schäumt, die Gischt hängt auf den Wellen. 

Wer kam über`s Meer? Auf der Suche nach Abenteuern oder nach einem Leben.

Abgewandt und dennoch neugierig, verschämt sich betrachtend, das Gleiche ewig fremd.

 

Das Fremde II.

Waagerechte Linien durchziehen kräftiges Grün. Da stehen zwei und wissen nicht was mit sich anzufangen. 

Den Figuren fehlen die Beine, die Arme sind verwundet, sie sind zum Verweilen verdammt, zum Beobachten. 

Die Wunde am Kopf ist bei beiden gleich, durch den Verband können sie einander nicht betrachten. Nicht sehen, daß sie sich ähneln.

 

Europa.

Die Figur ist fragmentiert, lose zusammengesetzt, verletzt, ohne Halt. Der Untergrund ist nicht stabil, sie scheint zu schwimmen, sie sieht uns an, wir betrachten sie. Schwarze Wolken, auch diese sind aus der Form geraten, die Gravitation ist außer Kraft gesetzt .

 

Das Paar.

Eine Figur hat ein Holzbein, die andere schwebt auf einer Wolke.Diese beiden Gewichte sind vonnöten um nicht zu fallen. Sie sehen beide in die gleiche Richtung, dennoch ist ihr Blick versperrt.

Eine Art hilflose Zärtlichkeit könnte einen beim Betrachten beschleichen.

 

What's about you?

Diese 2 Figuren sehen so aus, als ob sie nicht wüssten, wie es ihnen geht - derangiert, verloren schauen sie in die Ferne, als ob da die Rettung läge. Angepinnt, mit Fäden zusammen gehalten um, nicht davon zufliegen, der blaue Mond tut das Übrige.

 

Versehrt.

Versehrt ist sie, der Rock hängt in Fetzen, das Bein verlor den Schutz, dennoch steht sie aufrecht und scheint durch den Verband zu sehen. Ein Arm ist einem Boxhandschuh gleich, es wird nicht aufgegeben. Nein. Den Stolz lässt sie sich nicht nehmen.

 

Paar.

Einsam rudern sie auf Meeren, in winzigen Booten, auf der Suche nach dem Glück. Der Zufall will es oder auch nicht.

 

Auf dem Meer.

Es ist stürmisch, das Meer tobt, das Boot ist klein, die Hoffnung groß.